CD-AlbumI Hate Records 2009
http://www.myspace.com/countraventheband
Mit „Mammons War“ geben COUNT RAVEN nicht nur ein fulminantes Lebenszeichen von sich, sondern erklären den Wirtschaftsbossen und Regierungen den musikalischen Krieg. Die 11 Songs des aktuellen Albums sind der klanggewordene Beweis dafür, dass sich Doom trotz seiner lethargischen Natur auch zur Verarbeitung aktuell-politischer Inhalte eignet. Entsprechend legt die Dame auf dem Front-Cover eine Rose auf das von Totenschädeln und Geldscheinen bedeckte Grab und beerdigt damit symbolisch das Weltfinanzsystem. Außerdem handeln COUNT RAVEN gleich eine ganze Reihe sozialkritischer, aber auch sehr persönlicher Themen wie Krieg, Lebenssinn, Umwelt, Abtreibung, Liebe und Glaube ab, wobei sich letzterer lyrisch durch alle Songs des Albums zieht. Im Gegensatz zu den modernen Texten steht der strikt konservative Kompositionsstil von COUNT RAVEN, der wie üblich eine Reminiszenz an Black Sabbath ist. Dabei rechtfertigt das Klangergebnis definitiv die lange Schaffenspause, denn auf keinem der Vorgängeralben standen COUNT RAVEN ihren Vorbildern soundtechnisch so nahe wie jetzt mit „Mammons War“. Vor allem Fodde hat die verstrichene Zeit genutzt, um Ozzys Stimmbänder in der Petrischale klonen und in seinen Kehlkopf verpflanzen zu lassen. Die Gitarre klingt, als bediene Toni Iommi selbst die bleierne Riffmaschinerie. Nur die an Jean-Michel Jarre erinnernden Synthesizer-Wände des Titel- und des Abschlussongs passen nicht so recht in das ansonsten absolut gelungene Gesamtbild.
Bewertung: 9 von 10